Hier steppt der Hase, nicht der Bär

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Stefaniebraten oder falscher Hase – das ultimative Gericht für jeden Tag

 

Schmökert man in österreichischen Kochbüchern, so wird der Stefaniebraten als einfaches Feiertagsgericht angepriesen, herzhafte österreichische Hausmannskost also. Die gehört ja, wie alle, die schon mehrmals meinen Blog besucht haben wissen, zu meinen ganz besonderen Favoriten.

Interessant ist, woher der Name für diesen  Faschierten Braten stammt. Dieses traditionelle Gericht aus Oberösterreich ist im Innviertel oder Salzkammergut unter dem Namen Stefaniebraten bekannt, denn dort wird es am weihnachtlichen Stefanietag (26.12.) gegessen. Aber ganz ehrlich Leute, dieser Braten ist an jedem einzelnen Wochentag ziemlich einfach zu kochen und zu genießen.

Ach ja, und bei unseren deutschen Lieblingsnachbarn wird dieses Gericht oftmals als „Falscher Hase“ bezeichnet. Das kommt daher, dass früher für viele Familien das traditionelle Osterkaninchen nicht leistbar war und daher an Stelle dessen der Faschierte Braten auf den Tisch kam.  Also hier ist einmal das Rezept, ihr werdet sehen, sehr lecker und geschmackvoll:

Zutaten für 4 Personen:

  • ca. 3/4 kg Faschiertes, gemischt
  • 2 Stk. Semmeln, eingeweicht
  • 1 Stk  Zwiebel
  • 2 Stk. Knoblauchzehen
  • 1 – 2 EL Estragonsenf
  • 1 EL Majoran
  • 2 Stk. Eier, hartgekocht
  • eventuell 2 – 3 Stk. Essiggurkerln
  • Pfeffer, Salz
  • 1 TL Öl
  • wenig Brösel
  • etwas Butter

Zubereitung:

Die Zwiebel fein würfelig schneiden und in wenig Fett goldgelb anrösten, das Faschierte hinzufügen und zusammen mit den zerdrückten Knoblauchzehen, den eingeweichten Semmeln, dem Senf und den restlichen Gewürzen gut vermischen. Ungefähr die Hälfte der Masse in eine gefettete und mit wenig Bröseln bestreute Pfanne drücken, die hartgekochten Eier und die Essiggurkerln darauf verteilen und mit der restlichen Fleischmasse abdecken. Nun einen gefälligen Laib formen, der mit wenig Bröseln bestreut und eventuell mit einigen Butterflöckchen belegt wird.

Den Braten nun in das auf 180 Grad Celsius vorgeheizte Rohr schieben und ungefähr 45 Minuten braten, bis er eine schöne, braune Farbe genommen hat und knusprig aussieht. Während der Bratenzeit immer wieder mit der Flüssigkeit, die sich in der Pfanne bildet, begießen.

Zu diesem Gericht passt hervorragend Kartoffelpüree, Stampf- oder Petersilerdäpfel, jede Art von Gemüse oder Salat.

Auf zur lustigen Hasenjagd!

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