Diese Wahl wird nie zur Qual

posted in: Hausmannskost, Saisonales | 0

Der Herbst bietet uns so viel Auswahl an kulinarischen Köstlichkeiten, dass man die Tage, die im Freien nicht mehr so angenehm zu verbringen sind, durchaus alle mir Kochen und Backen ausfüllen könnte. Kürbis- und Wildgerichte, Enten und Gansln und nicht zuletzt Trüffel als Krönung so mancher, oft ganz einfacher Gerichte lassen mein Herz schmelzen und meinen Gaumen jubeln. Bei diesem Überangebot an Schmankerln muss man wirklich aufpassen, nicht aus der Form zu geraten.

Auch in diesem Jahr habe ich schon wieder so einiges davon genossen, teilweise in guten Lokalen, teilweise am heimischen Herd fabriziert.

Hier einige Gerichte, die man durchaus gerne noch ein zweites Mal zubereitet und genießt:

Wildschweingulasch mit Kürbisnockerl

rimg0019

Zutaten für 4 Personen:

  • ca. 1 kg Wildschweinschulter
  • 3 EL Rapsöl
  • 1/8 l Rotwein (Zweigelt)
  • 1/4 l Wildfond
  • 1 große Zwiebel
  • 2 Karotten
  • 3 Stk. Knoblauchzehen
  • 3 EL Paprikapulver oder
  • 2 EL ungarische Gulyascreme
  • 1 Chili, getrocknet oder frisch
  • 1/4 l Sauerrahm oder Griech. Joghurt
  • 1 EL glattes Mehl
  • Salz, Pfeffer
  • 1 EL Majoran,
  • Kümmel, gestoßen
  • 1 Lorbeerblatt
  • 3 Wacholderkörner

Zubereitung:

Das Fleisch nicht zu groß  würfelig schneiden. Den geschnittenen Zwiebel in heißem Öl glasig anbraten, dann die Fleischstücke gut durchrösten.Die blättrig geschnittenen Karotten und den kleingewürfelten Chili beimengen. Das Paprikapulver hinzufügen und sofort mit dem Rotwein ablöschen, damit es nicht bitter wird. Beim Zweigelt empfiehlt es sich ein guten österreichischen Qualitätswein zu nehmen und kein Billigprodukt, der Unterschied schlägt sich im Geschmack nieder. Nun mit dem zerdrückten Knoblauch, Salz, Pfeffer, Majoran, Kümmel, Lorbeerblatt und Wacholderkörnern würzen und gut durchrühren.

rimg0008

rimg0013

rimg0015

Anschließend mit dem Wildfond aufgießen und bei schwacher Hitze dünsten bis das Fleisch weich ist. Danach den Rahm bzw. Joghurt mit etwas Gulaschsaft und Mehl verrühren und in das Gulasch einrühren. Am allerbesten schmeckt es natürlich, wie jedes Gulasch, aufgewärmt. Daher am besten bereits am Vortag zubereiten. Dazu dann frisch die Kürbisnockerln servieren.

Zutaten für die Nockerln:

  • ca. 1/2 kg Hokkaido
  • 1 Ei
  • 1/4 kg Mehl
  • 2 EL Grieß
  • Muskatnuss gerieben
  • Salz, Pfeffer
  • 1 EL Butter

rimg0007

Zubereitung:

Den Kürbis halbieren, aushöhlen und bei ca. 200 Grad Celsius im Rohr auf einem Backpapier garen. Danach aushöhlen und passieren und mit dem Ei glattrühren. Anschließend Mehl und Grieß einrühren und so lange mit dem Kochlöffel schlagen, bis sich der Teig vom Löffel löst. Danach mit Muskatnuss, Salz und Pfeffer würzen. Die zähflüssige Masse nun durch ein Nockerlsieb in kochendes Salzwasser streichen und ca. 3 bis 4 Minuten kochen. Die Nockerl abseihen und kurz in Butter schwenken.

Tipp: Die Nockerl können auch fabelhaft mit einem Teelöffel ausgestochen werden und als Hauptgericht mit Salbeibutter oder mit etwas Käse überbacken servieren. In diesem Fall passt am besten Blattsalat als Beilage.

 

Die folgenden Trüffelgerichte sind sehr einfach zuzubereiten, aber Trüffel wirkt und steht in Duft und Geschmack für sich selbst, er erhebt die einfachsten Speisen zur Delikatesse, alles andere wäre Ablenkung. Probiert es doch einfach einmal aus:

 

Getoastetes Pumpernickel mit Wachtelei und Albatrüffel

Zutaten für 2 Personen:

  • 2 Scheiben Pumpernickel
  • 4 Wachteleier
  • 1 TL Butter oder Trüffelöl
  • Salz, Pfeffer
  • 1 kleine Albatrüffel

Zubereitung:

Die Brotscheiben im Toaster rösten, noch warm der Länge nach halbieren und mit je einem in Butter oder Trüffelöl gebratenem Spiegelei von der Wachtel belegen. Einige millimeterdünne Scheibchen vom Albatrüffel darüber hobeln, nach Belieben salzen und pfeffern und sofort servieren.

rimg0002

Tipp: Man muss in Wahrheit keine Wachteleiner für diese herrliche Vorspeise verwenden, Spiegeleier oder Eierspeis aus Hühnereiern schmecken ganz genauso gut.

 

Getrüffelte Hühnerbrust auf frischer Trüffelpasta

Zutaten für 2 Personen:

  • 2 Stk. Hühnerbrüste mit Haut
  • 1 kleiner schwarzer Trüffel
  • 1/2 kleiner weißer Trüffel
  • Salz, Pfeffer
  • Trüffelöl
  • 200 g frische Pasta
  • 1/8 l Cremefine (Schlagsahne)
  • 2 bis 3 EL geriebenen Parmesan

rimg0008

Zubereitung:

Die Haut der Hühnerbrüste leicht anheben und die zuvor in einer Pfanne leicht gerösteten, hauchdünnen Trüffelscheiben platzieren. Das Huhn salzen, pfeffern und auf der Hautseite scharf anbraten, anschließend im Backrohr auf ca. 180 Grad Umluft ungefähr 20 bis 30 Minuten braten, bis die Haut eine schöne, braune Färbung bekommt.

In der Zwischenzeit die frischen Nudeln in sehr viel heißem Salzwasser zirka drei bis vier Minuten kochen, abseihen und in etwas Trüffelöl gut durchrühren. Die Cremefine, oder für weniger Figurbewusste, auch das flüssige Schlagobers beifügen, ebenso den geriebenen Parmesan.

rimg0013

Die Pasta in einem kleinen Nestchen am Teller anrichten, mit geriebenen oder in Scheiben gehobelten, hauchdünnen Trüffelscheiben belegen, danach die Hühnerbrust darauf drappieren.

Guten Appetit!

 

Leave a Reply

*